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Gemeinsame Initiative der SPD-Kreistagsfraktionen Rhein-Hunsrück und
Rhein-Lahn:
Kreistage sollen
überregionale und überparteiliche Bürgerinitiative für die Brücke im
Mittelrheintal anstoßen
Die Sozialdemokraten aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis und
aus dem Rhein-Lahn-Kreis rufen zur Gründung einer überregionalen und
überparteilichen Bürgerinitiative für eine Brücke im Mittelrheintal
auf. In gleich lautenden Anträgen haben die beiden
SPD-Kreistagsfraktionen heute die beiden Kreistage aufgefordert, die
Gründung dieser Bürgerinitiative anzustoßen.
„Brücken verbinden. Brücken verbinden Ufer, Brücken
verbinden Regionen, Brücken verbinden Menschen. Im Mittelrheintal und
den beiden angrenzenden Landkreisen Rhein-Hunsrück und Rhein-Lahn gibt
es breite Mehrheitsbeschlüsse für die Errichtung einer Brücke bei St.
Goar / St. Goarshausen. Eine große Mehrheit der Bevölkerung im
Mittelrheintal und in den angrenzenden Regionen will diese Brücke.
Und mit der Bürgerinitiative wollen wir den Menschen die Gelegenheit
geben, ihren Willen auch deutlich zu artikulieren.“ So beschreiben die
beiden Fraktionsvorsitzenden Michael Maurer (Emmelshausen) und MdL
Frank Puchtler (Oberneisen) die Motivation zur Gründung einer solchen
Initiative.
Wörtlich
heißt es in dem Antrag der beiden SPD-Kreistagsfraktionen: „Der
Kreistag beschließt, die Gründung einer überregionalen und
überparteilichen Bürgerinitiative für eine Brücke im Mittelrheintal
anzustoßen. Ziel dieser Initiative muss es sein, für den Bau einer
Brücke im Mittelrheintal zu werben. Dazu sollen alle Menschen, Firmen,
Verbände, Organisationen, Vereine, Parteien und sonstige Gruppierungen
die Gelegenheit haben, durch ihre Mitgliedschaft das Vorhaben zu
unterstützen.“ Im Frühjahr 2010 soll nach den Vorstellungen der
Antragsteller die Gründungsversammlung sein.
Damit die
Strömungen und Anstrengungen zum Bau einer Brücke gebündelt und somit
effektiver werden, sollen die beiden Landräte der Kreise Rhein-Lahn
und Rhein-Hunsrück, Günter Kern und Bertram Fleck, auch in ihrer
Eigenschaft als Vorsitzende des Zweckverbandes Welterbe Oberes
Mittelrheintal, die Bemühungen initiieren und bündeln.
Maurer und
Puchtler verweisen in der Antragsbegründung auf die Tatsache, dass der
Bau einer Rheinbrücke seit Jahrzehnten von den Menschen in der Region
diskutiert werde. „Unzählige Initiativen, Anträge, Presseberichte und
Leserbriefe haben sich mit dem Thema befasst und die große Mehrheit
der Verfasser ist gegenüber dem Bau einer Brücke äußerst positiv
eingestellt.“ In beiden Kreistagen war die Brücke mehrfach Thema und
man habe sogar finanzielle Mittel für die Realisierung des Projekts
bereitgestellt. Viele der in den Kreisen aktiven politischen
Gruppierungen befürworten den Bau einer Brücke und haben dies mehrfach
öffentlich mitgeteilt.
„Im
Gegensatz zur großen Zustimmung in unserer Region gibt es Stimmen, die
Lobbyarbeit gegen den Bau einer Brücke betreiben. Vielfach sind die
Wortführer mit den Umständen und Lebensverhältnissen vor Ort nicht
vertraut, sehen nicht die Sorgen und Nöte der Städte und Gemeinden und
besonders der Menschen, die hier leben.“ Dem gelte es zu begegnen.
Ein Beleg
für die große Zustimmung zur Rheinbrücke im Mittelrheintal sei auch
die von Reinhold Petereit (Rheinbay) gegründete Internetgruppe
„Rheinbrücke muss her“ bei „wer-kennt-wen“. Mehr als 20.000 Menschen
haben sich dieser Gruppe zwischenzeitlich angeschlossen. Mit der neuen
Bürgerinitiative sollen die bereits angelaufenen und zurzeit unter
Hochruck betriebenen politischen Anstrengungen der beiden Kreise und
der Landesregierung unterstützt werden, wünschen sich Frank Puchtler
und Michael Maurer. „Die Menschen der Region sollen genau so aktiv für
das Projekt einstehen können, wie sie es bisher nur in vielen
Diskussionen und Gesprächsrunden vor Ort machen. Nur so kann es
gelingen, die Entscheidungsträger von der Notwendigkeit des
Brückenbaus zu überzeugen.“
„Wir hoffen
jetzt auf eine große überparteiliche Resonanz von beiden Seiten des
Rheins und auf eine breite Zustimmung in beiden Kreistagen“, zeigten
sich die Initiatoren zuversichtlich.
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Pressemitteilung des
SPD-Kreisverbandes Rhein-Hunsrück vom 03. 10. 2010
Die
Mittelrheinbrücke geht weiter voran
SPD-Politiker beiderseits des Rhein begrüßen abgestimmtes Vorgehen
Die SPD-Kreisvorsitzenden Michael Maurer
(Rhein-Hunsrück) und Frank Puchtler, MdL, (Rhein-Lahn), begrüßen die
weitere Vorgehensweise des Landes und der beiden Landkreise zum Bau
der Mittelrheinbrücke. „Die Abstimmung von Land und den beiden
Landkreisen ist sehr gut. Diese gute Zusammenarbeit hat zusammen mit
der hervorragenden Vorbereitung der Landesregierung auch dazu
beigetragen, dass die UNESCO grünes Licht zum Bau der Brücke gegeben
hat."
Der Stand und die weiteren Umsetzungsschritte der
Mittelrheinbrücke war auf Initiative der SPD Thema im Wirtschafts-
und Verkehrsausschuss des Landtags. Am 29. Juli 2010 hatte das
Welterbekomitee in Brasília den positiven Beschluss für Brücke und
Welterbe Oberes Mittelrheintal gefasst. Das Welterbekomitee hatte im
Beschluss zudem die intensive Kooperation mit dem Land hervorgehoben.
Jetzt kann mit der eigentlichen Planung begonnen
werden. Der nächste verfahrensmäßige Schritt ist die raumordnerische
Absicherung der Maßnahme. Der Abschluss des dazu notwendigen
Raumordnungsverfahrens wird bis Ende 2011 erwartet. Daran würde sich
die Detailplanung anschließen, um auf dieser Grundlage
Planfeststellungsunterlagen zu erstellen. Bei einem optimalen Verlauf
der einzelnen Planungsschritte könnte 2014 ein
Planfeststellungsbeschluss gefasst worden sein. Dann könnten sich die
Bauvorbereitung und der Bau der Brücke anschließen. Bei optimalem
Verlauf der notwendigen Planungs- und
Verfahrensschritte könnte in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts mit dem
Bau begonnen werden, so die Auskunft im Wirtschafts-
und Verkehrsausschuss des Landtags.
„Die nächsten Schritte sind weiter in enger Abstimmung
mit dem Land und den beiden Kreisen zu gehen", fordern die beiden
SPD-Kreisvorsitzenden Michael Maurer und Frank Puchtler. „Denn nur die
gemeinsame Arbeit bringt das Projekt voran und nützt den Interessen
der Bürgerinnen und Bürger der Region".
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Pressemitteilung des CDU Gemeindeverband Loreley vom 15.01.2011
CDU bekennt sich zur
Mittelrheinbrücke!
Überquerung Rheinhessische
Abgeordnete bekunden Solidarität - Verbandsgemeindechef Clasen lehnt
Brückenentscheid ab.
Gleich
sechs Abgeordnete hat die CDU am Standort der geplanten
Mittelrheinbrücke in Wellmich versammelt. Diese Anzahl sei "keine
Selbstverständlichkeit", betonte Matthias Lammert als Parlamentarier
und Kreisvorsitzender. Man wolle zeigen, dass "wir als CDU
Rheinland-Pfalz generell zur Rheinbrücke stehen", erläuterte der
Gemeindeverbandsvorsitzende Jens Güllering die Botschaft des Tages.
Vier der Abgeordneten
stammen nämlich aus Rheinhessen und waren im November in den Verdacht
geraten, die Brückenbaupläne für den Mittelrhein anzuzweifeln. Von
"einigen Irritationen" sprach Heinz-Hermann Schnabel (Alzey). Er war
trotz Hochwasser ringsum wie Dorothea Schäfer (Gau-Bischofsheim),
Thomas Günther (Nierstein) und Gerd Schreiner (Mainz) mach Wellmich
gefahren. Von den seinerzeit kritisierten CDU-Mandatsträgern war somit
lediglich Adolf Kessler (Worms) nicht dabei. Hans-Josef Bracht aus dem
Rhein-Hunsrück-Kreis komplettierte die Runde der Landtagsabgeordneten.
Es gelte, Einigkeit zu zeigen; erklärte Schnabel. Wie Günther legte er
dar, dass im November lediglich eine Reaktion auf höhere Kostenangaben
der SPD-Landesregierung erfolgt sei.
Damit seien aber keine
Bedenken gegen das Projekt an sich verbunden gewesen. "Wir Rheinhessen
unterstützen diese Mittelrheinbrücke", sagte Günther und versprach
"Solidarität". Das Vorhaben sei "natürlich auch mit oberster
Priorität" zu behandeln. Im Kern verlangte die CDU von der Mainzer
Regierung eine Prioritätenliste, da sie ebenfalls Brücken zwischen
Bingen und Rüdesheim sowie bei Nierstein für nötig hält.
Drei neue Brücken auf
180 Rheinkilometern seien keinesfalls zu viel, meinte Günther. Welche
Querung an erster Position rangiere, falls die CDU die Landtagswahl
gewönne, wollte er nicht mitteilen - darüber müsse erst die
Fraktion beraten. Was die Meinungsbildung in der Bevölkerung, erkennt
Dieter Clasen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, eine klare
Lage: "Die Bürger haben sich dafür entschieden"..jpg)
Einen formellen
Bürgerentscheid lehnte er ab, da das Abstimmungsgebiet nur schwierig
abzugrenzen sei. Zum "Unesco-Frieden" formulierte Clasen vorsichtig,
"dass wohl an dieser Stelle gebauten werden dürfte". Die Regierung
müsse dann festlegen, wer Träger des Bauvorhabens sei, aus seiner
Sicht könne es sich um keine kommunale Maßnahme handeln, stellte
Bracht klar. Eine von der einhelligen Zustimmung abweichende Meinung
vertrat allein der frühere St. Goarshausener Stadtbürgermeister Rolf
Daum - seit 42 Jahren CDU Mitglied wie er sagte und direkter Anwohner
der Brücke, wenn sie errichtet wird. Eine kostenlose Rheinquerung sei
die eigentliche Forderung der Bürger, diese lasse sich auch mit einem
ausgebauten Fährbetrieb realisieren.
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Pressemitteilung Ministerium Mainz vom 01.02.2011:
Intensive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger
geplant Das
Land Rheinland-Pfalz will den Masterplan für die „Welterbestätte
Oberes Mittelrhein“ in einem engen Dialog mit Hessen, dem Bund, den
Bürgerinnen und Bürgern im Tal, aber auch mit Natur- und
Denkmalschützern entwickeln. „Bei diesem Projekt gilt:
Kulturlandschaften leben vom Engagement der Menschen, die sie
bewirtschaften und in ihnen leben. Pläne müssen daher gemeinsam
wachsen“, so Ministerin Doris Ahnen, Minister Hendrik Hering und
Minister Karl Peter Bruch. „Wir wollen in dem Masterplan einen guten
Kompromiss zwischen der Erhaltung der Landschaft und einer behutsamen
Weiterentwicklung finden. Für die Beteiligung der Menschen nehmen wir
uns deshalb die notwendige Zeit.“ Das Bildungsministerium hatte Mitte
Januar den von der Unesco gewünschten Sachstandsbericht zum
Fortschritt des Masterplans an das Welterbezentrum in Paris auf den
Weg gebracht.
In seiner Entscheidung
34 COM 7B.87 vom 29. Juli 2010 hat es das Welterbekomitee in seiner
34. Sitzung in Brasilia für essentiell angesehen, dass im Zusammenhang
mit der geplanten Rheinbrücke bei St. Goar/St. Goarshausen ein
„Masterplan“ für das Welterbe Oberes Mittelrheintal erarbeitet wird.
Nach Auffassung des Welterbekomitees soll der Masterplan eine Vision
für die Welterbestätte entwickeln. „Dabei ist die geplante Brücke ein
Mosaikstein in einer Vielzahl von weiteren Maßnahmen, aber ein sehr
bedeutsamer“, so Hering, Bruch und Ahnen weiter.
In seinem Beschluss
hatte das Welterbekomitee den inhaltlichen Rahmen für einen Masterplan
in Umrissen abgesteckt. Danach soll der Masterplan Leitideen für die
Entwicklung der Welterbestätte formulieren („Vision“), sich inhaltlich
am außergewöhnlichen universellen Wert der Welterbestätte orientiert
und zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Außerdem sind
konkrete Maßnahmen und Umsetzungsschritte zu formulieren.
Das Land
Rheinland-Pfalz will den Masterplan nutzen, um den Erfolg des
Managementplans vom 30. März 2001 zu evaluieren. Die bisherigen
umfangreichen und vielfältigen Initiativen sollen aufgenommen,
gebündelt und systematisch weiterentwickelt werden. Der Beginn des
Projektes Masterplan wird mit dem Raumordnungsverfahren für die Brücke
und den weiteren Planungsschritten harmonisiert, so die Minister.
Der Ministerrat hat
die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord mit der konkreten
Erarbeitung des Masterplans beauftragt. Die SGD Nord stimmt ihre
Arbeiten eng mit den in der Welterbestätte politisch Verantwortlichen,
Vertretern der lokalen Gemeinschaft und Trägern öffentlicher Belange,
insbesondere aber mit dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal
ab.
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Pressemitteilung, 02.02.11, SPD Braubach
SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat
Braubach
SPD begrüßt Entscheidungen der
Landesregierung zu Bürgerbeteiligung und Raumordnungsverfahren auf dem
Weg zur Mittelrheinbrücke
Der Sprecher der SPD-Fraktion im
Verbandsgemeinderat Braubach, Mike Weiland, und Carsten Göller,
Vorsitzender der SPD Loreley, begrüßen die jüngsten Entscheidungen und
weiteren Schritte der Landesregierung zur Realisierung der
Mittelrheinbrücke bei St. Goar und St. Goarshausen. "Es ist gut, dass
die Minister Bruch und Hering jetzt die weiteren Fakten geliefert und
vor allem die Vorgehensweise mit den beiden Landräten Günter Kern (SPD
- Rhein-Lahn-Kreis) und Bertram Fleck (CDU - Rhein-Hunsrück-Kreis) zur
zügigen Umsetzung des Projektes abgestimmt haben", zeigten sich
Weiland und Göller am Rande eines Treffens erfreut. "Damit bekennt
sich die Landesregierung erneut eindeutig für den Bau der
Mittelrheinbrücke, die für die Fortentwicklung des Mittelrheintals
unerlässlich ist", so die beiden SPD-Kreistagsmitglieder weiter. Auch
Roger Lewentz habe mit seiner intensiven Arbeit in den letzten beiden
Jahrzehnten entscheidenden Anteil daran, dass man heute so weit sei,
wie es noch nie eine Landesregierung zuvor gebracht habe.
Raumordnungsverfahren wird
eingeleitet
Das Raumordnungsverfahren für den Bau
der Mittelrheinbrücke wird vorbereitet. Es kann vor dem Hintergrund
der positiven Entscheidung des Welterbe-Komitees auch mit der
konkreten Planung der Rheinbrücke begonnen werden. Die Brücke werde
aufgrund ihrer Verkehrsbedeutung als Kreisstraße eingestuft werden, so
die Entscheidung von Innenminister Karl Peter Bruch und
Verkehrsminister Hendrik Hering. Dies unterstreicht, wie wichtig die
feste Rheinquerung für die Kommunen rechts und links des Rheins ist.
"Gerade beim jüngsten Hochwasser hat man einmal mehr gesehen, wie man
von der gegenüberliegenden Rheinseite ist, wenn die Fähren außer
Betrieb sind", unterstrich Mike Weiland die Notwendigkeit einer festen
Rheinquerung und Carsten Göller ergänzte diesbezüglich: "Die
Verbandsgemeinden müssen auch den Brand- und Katastrophenschutz
organisieren, die aktuellen Ereignisse am Rhein haben das noch einmal
verdeutlicht. Hier braucht es dringend eine feste Verbindung über den
Fluss und in St. Goar gibt es ein Krankenhaus, das kann helfen in
unserer Verbandsgemeinde eine wohnortnahe Ärzteversorgung zu erhalten"
Höchstmögliche Förderung für Bau der
Brücke
Ein weiterer wichtiger Meilenstein für
die nun in den beiden Kreistagen anliegenden Entscheidungen zur
Einleitung des Raumordnungsverfahrens: Der Bau der Brücke soll vom
Land höchstmöglichst gefördert werden. Dies ist das äußerst positiv zu
wertende Signal, das ebenfalls vor Ort gebraucht wurde.
Modellvorhaben zur Bürgerbeteiligung
Die Bürger sollen aus Sicht der beiden
Minister mitbestimmen. Auch dies können Carsten Göller und Mike
Weiland nur unterstreichen. „Im Zusammenhang mit der geplanten Brücke
bitten wir darum, noch vor Einleitung des Raumordnungsverfahrens in
ein Bürgerbeteiligungsverfahren einzutreten. Dazu sollten, ähnlich wie
bei der Kommunal- und Verwaltungsreform, beide Landkreise ein Büro für
Projektkommunikation beauftragen, das ein solches
Beteiligungsverfahren als Modellprojekt für Rheinland-Pfalz
durchführen kann. Auch sollte dieses Modellvorhaben „Bürgerbeteiligung
Rheinbrücke" wegen der weitreichenden Bedeutung wissenschaftlich
begleitet werden“, äußerten Karl Peter Bruch und Hendrik Hering in
einer jetzt erfolgten Pressemeldung. Für das gesamte Modellvorhaben
der Bürgerbeteiligung stellt das Innenministerium vorerst 150.000 Euro
bereit. Der Eigenanteil beider Landkreise sollte insgesamt 10.000 Euro
betragen. Auch das sei eine tolle Nachricht aus Mainz, erklärten
Göller und Weiland weiter.
In einem Abstimmungsgespräch zwischen
allen beteiligten Behörden, Fachstellen und den beiden Ministerien
wurde eine Zusammenstellung der bereits vorhandenen Gutachten und
Unterlagen vorgenommen und der Ergänzungs- bzw. Aktualisierungsbedarf,
insbesondere im Hinblick auf den Architektenentwurf einer Brücke
zwischen Wellmich und Fellen, definiert. Hinsichtlich des Zeitbedarfs
für die Erarbeitung der Gutachten weisen die Minister darauf hin, dass
die Umweltverträglichkeitsstudie über die Gesamtdauer einer
Vegetationsperiode zu erstellen sei und der Frühjahrsaspekt 2011 noch
erfasst werden sollte, um keine Zeit zu verlieren.
Die zuständigen Kreisgremien müssen
daher schnellstens die erforderlichen Beschlüsse herbeiführen. Danach
kann der Landesbetrieb Mobilität die Aufträge zur Aktualisierung und
Neuerstellung der Unterlagen für das Raumordnungsverfahren vergeben.
Bis zur 2. Jahreshälfte 2012 soll dann der raumordnerische Entscheid
zur geplanten Mittelrheinbrücke vorliegen und dann kann es
weitergehen. Die Bürgerbeteiligung soll bereits parallel dazu laufen.
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Pressemitteilung, 07.02.10: CDU Lorley /
CDU Fraktion Loreley:
Diskussion um Rheinbrücke verdeutlicht deren Notwendigkeit
Frage der Zuwegungen in Planungsüberlegungen einbeziehen – Bürger
einbinden
Als äußerst positiv bezeichnet der Vorsitzende der CDU
Loreley Jens Güllering die breite Diskussion über die
Mittelrheinbrücke. „Hierbei ist klar zu erkennen, dass die Bevölkerung
der Region die Brücke will und braucht“. Auch die Aussagen von den
örtlichen Brückenskeptikern sollten nach Auffassung Güllerings ernst
genommen werden. „Nur ein breites Meinungsspektrum führt zu einem
größtmöglichen Konsens und lässt im Verlauf der weiteren Planung auf
weniger Widerstand hoffen“, ist sich Güllering sicher. Weniger
begeistert ist er allerdings von diversen Äußerungen von Personen, die
das Mittelrheintal allenfalls als Tourist kennengelernt haben und nun
aus der Ferne urteilen.
Am Rande eines Treffens begrüßten die Mitglieder der
CDU Loreley die Aussagen der Landesregierung, zeitnah die notwendigen
Verfahrensschritte einzuleiten. „Wir wollen nicht nur kritisieren
sondern durchaus positiv anerkennen, wenn es vorangeht. Allerdings
werden wir sehr genau darauf achten, dass es nicht zu weiteren
Verzögerungen in der Abarbeitung der jetzt erforderlichen Schritte
kommt,“ kündigte Verbandsgemeinderatsmitglied Uwe Kipping an.
Dennis Maxeiner, Ortsbürgermeister von Dahlheim, betont
erneut die Forderung der CDU, auch die Frage der Zuwegungen in die
weiteren Planungsüberlegungen und das Raumordnungsverfahren
einzubeziehen.
Wenig Klarheit herrscht aktuell in der Frage, wie die
angekündigte Beteiligung der Bürger erfolgen soll. „Hier wurde ein
Ballon zum steigen gebracht, der hoffentlich nicht allzu schnell
platzen wird“, hofft Güllering. „Selbstverständlich ist eine
Bürgerbeteiligung wichtig und auch richtig. Bevor diese allerdings
eingeleitet wird, muss eine klare Aussage über den Umfang und den
Ablauf eines solchen Beteiligungsverfahrens gemacht werden“, ergänzt
Bürgermeister Dieter Clasen. Einen förmlichen Bürgerentscheid lehnen
die Christdemokraten ab.
Stadtbürgermeister und CDU-Ortsverbandsvorsitzender
Bernhard Roth wünscht sich in diesem Zusammenhang, dass die
beteiligten Kommunen St. Goarshausen und St. Goar intensiver in die
Verfahrensschritte eingebunden werden. „Wenn die Kommunen und
Verantwortlichen vor Ort rechtzeitig Kenntnis über die beabsichtigten
Planungen bekommen, können Fehlinformationen oftmals im Keime erstickt
und richtiggestellt werden. Auch dies ist eine Art der
Bürgerbeteiligung“, so Roth.
Informationen über die Arbeit der CDU Loreley gibt es
auch im Internet unter
www.cdu-loreley.de
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