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Ein wenig Geschichte von Weiler
Direkt an der Rheingoldstraße liegt der Ortsbezirk Weiler,
zu dem der 1844 entstandene Luftkurort Fleckertshöhe gehört. Mit 531 m
über NN stellt die Fleckertshöhe die höchste Erhebung der Stadt Boppard
dar. Dem interessierten Wanderfreund bietet sich ein weit reichender Blick
über die Höhen des Schiefergebirges
Weiler gehörte zu den Dörfern
der Großpfarrei Boppard, die 991 dem St. Martinsstift in Worms übertragen
wurde. Die Seelsorge übten die Stiftsherrn in Boppard aus. Erstmals wird 1149
ein Hof in Weiler (Wilre) erwähnt, der der neu entstandenen Hirzenacher
Propstei gehörte. Später wird der Ortsname auch anders geschrieben: 1206
in Vilari; 1315 erscheint die Niederadelsfamilie von Wilre, deren
Stammsitz die erst später so genannte Kleeburg
war. während sich für die Burg der Name Wilre festgesetzt hatte, wird die Siedlung
auch als "Boppinroid" (1275), "Boppinrat" (1331) und "
Boppenrait" (1434) bezeichnet. Doch diese Benennung hat nichts mit der
nahen Stadt Boppard zu tun. Es handelt sich eher um einen -rode/-rath-Namen.
1474 zu Wyler; 1657/ca. 1700 Katzweiler; 1787 Weiler.
Etymologisch wird der Ortsname von althochdeutsch (zi) wîlare = zum
Einzelgehöft/kleinen Dorf gedeutet.
Offensichtlich war Weiler als
eine größere (Hofsiedlung zur Bewirtschaftung der großen Weinbergsflächen
an dem südorientierten Bopparder Tales entstanden. Weiler gehörte zum Amt Boppard,
die Einwohner unterstanden der kurtrierischen Landeshoheit. 1798 war Weiler
französische Commune im Kanton Boppard (Arrondissemnet Koblenz), gehörte
1800 zur Mairie und 1816 zur preußischen Bürgermeisterei Boppard, 1948
zum Amt Boppard (Landkreis St. Goar), 1969 zur Verbandsgemeinde Boppard
(Rhein-Hunsrück-Kreis) und seit 1975 zur Stadt Boppard. Der zu Weiler gehörige
Ort Fleckertshöhe wurde erst 1844 gegründet.
Erstmals wird
1149 ein Hof in Weiler erwähnt, der neu entstandenen Hirzenacher Propstei gehörte.
1315 erscheint eine ortsansässige Adelsfamilie, deren Stammsitz die 1614
letztmals genannte und heute völlig verschwundene Kleeburg war.
1149 wurde
erstmals ein Hof in Weiler (Wilre) erwähnt, der damals
zur neu entstandenen Hirzenacher Propstei gehörte. In den darauf
folgenden Jahren wurde der Ortsname unterschiedlich schriftlich
dargestellt. So ist im Jahre 1206 von Vilari zu lesen. 1315 ist
von einer Adelsfamilie von Wilre, deren Stammsitz die Kleeburg von
Wilre war. 1474 ist von Wyler die Rede und von 1657 bis zum 1700
Jahrhundert tritt der Name Katzweiler in Erscheinung. Ab 1787 ist
in alten Schriftstücken vom heutigen Name Weiler zu lesen.
Abgeleitet ist der Name Wilare, was soviel wie Einzelgehöft bzw,
kleines Dorf bedeutet.
1798 war Weiler französische Kommune im
Kanton Boppard (Arrondissemnet Koblenz), 1800 gehörte es zur Mairie
und 1816 zur preußischen Bürgermeisterei Boppard. Im Jahre 1948 zum Amt
Boppard (Landkreis St. Goar), 1969 zur Verbandsgemeinde Boppard
(Rhein-Hunsrück-Kreis) und seit 1975 zur Stadt Boppard. Zu Weiler gehört
der Ortsteil Fleckershöhe der erst 1844 gegründet wurde.
Gutsherren
waren im Jahre 1662 in Weiler die Herren Boos von Waldeck und Herren von
Eltz.1735 sind die Herren von Metzenhausen als begütert genannt.
Weiter waren begütert in Weiler:
Karmeliterkloster Boppard:
erwähnt 1694 in einem Inventar und einem Pachtvertrag von 1797. Anfang des
19. Jahrhunderts wurden von den Franzosen 4,1444 ha Ländereien
versteigert.
Marienberg Boppard:
erwähnt in einer Güterschenkung von
1292, deren Besitz von den Franzosen Ende des 18. Jahrhunderts eingezogen
wurde. Im Jahre 1803 wird ein Gut (3,46 ha Land, 0,17 ha Wiese, 0,52 ha
Land) verkauft.
Kloster
Mariaroth: begütert in Weiler 1662
Stift Sank Severus,
Boppard: erwähnt wird ein Besitz im Jahre 1300. Im Jahre 1784 werden
Grundzinsen von Pastorat und Präsenz genannt.
Propstei Hirzenach:
Im Jahre 1149 wird der Hof in Weiler der Propstei bestätigt und im Jahr
1426 werden Propsteigüter verlehnt.
Propstei Sankt Martin,
Worms: Es werden in den Jahren 1641 und 1642 ein Hof und Einkünfte aus
Weiler genannt.
Kloster Sankt Marting,
Boppard: 1803 wird eine Wiese (0,05 ha) verkauft und der Klosterbesitz
von den Franzosen Ende des 18. Jahrhunderts eingezogen.
Kleeburg - Stammsitz der Herren von Weiler
Die
verschwundene Burg bei Weiler nord-westlich von St. Goar wird erstmals im Jahr
1315 genannt. Damals
war sie Stammsitz des Niederadelgeschlechts von Wilre.
1399
wird das kurpfälzsische Haus in St. Goar (die ehemalige Talburg der Grafen von
arnstein) als katzenelnbogisches Burglehen der Herren von Wilre bezeichnet. Die
Burg in Weiler wird letztmals im Jahr 1614 erwähnt. Im
Jahr 1784 wird sie als Kleeburg bezeichnet. Die Feste ist heute völlig
verschwunden.
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